Veröffentlichung XBezahldienste Version 1.2.0

Die Version 1.2.0 des Standards XBezahldienste wurde am 30. April 2026 veröffentlicht und tritt am 1. November 2026 in Kraft.

Neue Endpunkte zu Verfügbarkeiten und Wartungen

Zum 30. April 2026 wurde die Version 1.2.0 des Standards XBezahldienste veröffentlicht. Ab sofort ist die Spezifikation hier abrufbar:

https://projekte.kosit.org/xbezahldienste/xbezahldienste

Die Version 1.2.0 wird am 01. November 2026 wirksam. Sie enthält u.a. einen neuen Endpunkt für die Verfügbarkeit von Zahlarten, einen neuen Endpunkt für die Abfrage von Wartungsarbeiten, Anpassungen einzelner Parameter, Datentypen und kleinere Patches. Eine Changelog über die einzelnen Änderungen kann hier eingesehen werden:

https://projekte.kosit.org/xbezahldienste/xbezahldienste/-/blob/main/CHANGELOG.md


Wir empfehlen allen Nutzer:innen, sich zeitnah mit der neuen Version zu beschäftigen, um frühzeitig mögliche Systemanpassungen zu identifizieren.

Mehr Informationen zu XBezahldienste finden Sie hier:

https://xeinkauf.de/xbezahldienste

Für Anwender und Interessierte besteht die Möglichkeit, die Weiterentwicklung und Neuerungen rund um den Standard im Rahmen des Anwenderworkshops zu verfolgen und dort Fragen und Anregungen einzubringen. Bitte wenden Sie sich für eine Teilnahme an xbezahldienste@nortal.com.

Starker Wachstumstrend: Neue Peppol-Zahlen für Deutschland veröffentlicht

Das Peppol-Netzwerk wächst: Neue Zahlen zeigen, dass immer mehr Unternehmen und Behörden in Deutschland und weltweit auf den standardisierten, sicheren Austausch elektronischer Geschäftsdaten setzen. Besonders im Bereich der E-Rechnung und im internationalen Handel etabliert sich Peppol als zukunftsweisender Standard.

Die aktuellen Nutzungszahlen des Peppol-Netzwerks in Deutschland zeigen eine klare Entwicklung: Die Nutzung steigt kontinuierlich und gewinnt spürbar an Dynamik. Mit der neuesten Veröffentlichung stellt die KoSIT umfassende Einblicke in die Entwicklung von Transaktionen, aktiven Endnutzern und internationalen Verbindungen bereit.

Zur vollständigen Auswertung:

https://xeinkauf.de/peppol/statistik/

Kontinuierliches Wachstum bei Transaktionen und Nutzern

Die aktuellen Daten belegen:

  • Sowohl die Anzahl der Transaktionen als auch die aktiven Endnutzer steigen kontinuierlich.
  • Dieser Trend zeigt sich sowohl bei innerdeutschen als auch grenzüberschreitenden Transaktionen.

Es zeigt sich, dass Peppol zunehmend zum Standard für den sicheren Austausch von Geschäftsdaten in der privaten Wirtschaft und im öffentlichen Sektor wird.

Damit spiegelt sich auch ein globaler Trend wider: Peppol hat sich vom europäischen Projekt zu einem weltweit genutzten Netzwerk entwickelt und wächst weiterhin stark bezüglich der Anzahl der Teilnehmenden und des Transaktionsvolumens.

Deutschland im internationalen Peppol-Netzwerk

Ein besonderer Fokus der aktuellen Veröffentlichung liegt auf der internationalen Vernetzung: Über Peppol ist Deutschland inzwischen mit einer großen Zahl von Ländern verbunden.

Das Netzwerk umfasst heute:

  • Über 46 Länder weltweit mit aktiven Teilnehmern
  • 3,5 Millionen Unternehmen und Organisationen, die Peppol monatlich nutzen

Deutschland ist dabei Teil eines globalen Ökosystems, das den Austausch elektronischer Dokumente über Ländergrenzen hinweg standardisiert und vereinfacht. Besonders intensiv ist die Vernetzung traditionell mit europäischen Partnern wie Belgien, Frankreich, den Niederlanden oder Skandinavien – aber auch internationale Verbindungen gewinnen an Bedeutung.

Peppol gewinnt international an Dynamik und etabliert sich immer stärker als Standard für den digitalen Geschäftsdaten-Austausch. Ein eindrucksvolles Beispiel ist Belgien, wo die Anbindung an Peppol für die elektronische Rechnungsstellung seit Anfang des Jahres verpflichtend ist. Gleichzeitig gelten die skandinavischen Länder als Vorreiter: Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland haben den digitalen Austausch von Geschäftsdaten über Peppol seit Jahren in ihre Verwaltungsstrukturen integriert und weit über den öffentlichen Sektor hinaus erfolgreich etabliert.

Ranking der wichtigsten Partnerländer

Die Auswertungen zeigen, mit welchen Ländern Deutschland besonders häufig über Peppol in Verbindung steht. Dieses Ranking macht sichtbar, wie stark die grenzüberschreitende Nutzung bereits ausgeprägt ist.

Die Ergebnisse unterstreichen:

  • Peppol ist längst kein rein europäisches System mehr, sondern eine zentrale Infrastruktur für internationale digitale Geschäftsprozesse.
  • Die Nutzung wächst sowohl in der deutschen Wirtschaft und Verwaltung als auch im grenzüberschreitenden B2B-Kontext.

Entwicklung mit Perspektive

Die positiven Zahlen sind kein Zufall: Regulatorische Vorgaben, insbesondere im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung, treiben die Verbreitung weiter voran. Gleichzeitig wächst das Ökosystem aus Dienstleistern, Behörden und Unternehmen stetig.

Mit der zunehmenden internationalen Vernetzung und steigenden Transaktionszahlen wird deutlich:


👉 Peppol entwickelt sich nicht nur für die Beschaffung zum Rückgrat eines standardisierten, digitalen und grenzüberschreitenden Geschäftsdaten-Austauschs.

KoSIT, BMDS und HiSolutions AG starten gemeinsam die Umsetzung von XLizenz

KoSIT, das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und die HiSolutions AG starten gemeinsam die Entwicklung des neuen Standards XLizenz für das Lizenzmanagement in der öffentlichen Verwaltung. Ziel ist eine einheitliche, maschinenlesbare Struktur für Lizenz- und Vertragsdaten, die Transparenz, Effizienz und digitale Souveränität fördert. XLizenz wird als Teilprojekt des „Data Lake Lizenzmanagement Bund“ umgesetzt und soll noch in diesem Jahr als MVP verfügbar sein.

Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und der Hisolutions AG die Entwicklung und Umsetzung des neuen Standards XLizenz offiziell zu starten.

Anknüpfend an den inspirierenden Beitrag von Susanne Dobratz und dem Team von Hisolutions möchten wir als KoSIT die Zusammenarbeit und die nächsten Schritte transparent machen:

Im Rahmen eines intensiven zweitägigen Workshops in Bremen haben wir von XEinkauf – Renzo Kottmann, Lars Rölker-Denker, Peter Büsing und Andreas Schmitz – gemeinsam mit Susanne Dobratz und Franz Müller-Held die Weichen für ein modernes, standardisiertes Lizenzmanagement gestellt.

Warum XLizenz? Die Herausforderungen im Lizenzmanagement – verteilte Daten, uneinheitliche Verträge, schwer vergleichbare Nutzungsrechte – sind uns allen bekannt. XLizenz setzt genau hier an: Wir schaffen eine einheitliche, maschinenlesbare Struktur für Lizenz- und Vertragsdaten, eingebettet in die XStandards Einkauf. Ziel ist es, Medienbrüche zu vermeiden, den Datenaustausch zu vereinfachen und die Transparenz im Lizenzbestand deutlich zu erhöhen.

Was macht XLizenz besonders? XLizenz basiert auf einem XML-basierten, standardisierten Datenmodell, das sowohl quantitative als auch qualitative Lizenzinformationen strukturiert abbildet. Der Standard orientiert sich an ISO 19770-3, nutzt UBL und wird nahtlos in bestehende Strukturen integriert. XLizenz ist ein zentrales Teilprojekt des „Data Lake Lizenzmanagement Bund“ und ein wichtiger Baustein für die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung.

XLizenz ist ein zentrales Teilprojekt des „Data Lake Lizenzmanagement Bund“. Die Plattform dient der Sammlung, Konsolidierung und Analyse lizenzbezogener Daten und ist in der Modernisierungsagenda des Bundes verankert.

Unsere nächsten Schritte:

  • Entwicklung eines MVP noch in diesem Jahr
  • Sammlung und Auswertung von Use Cases aus dem Bereich Einkauf
  • Enge Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren

Wir danken allen Beteiligten – insbesondere dem BMDS als zentralem Partner – für die konstruktive Zusammenarbeit und freuen uns auf die nächsten Schritte!

Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden des XSE-Dialogs 2026!

Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden des XSE-Dialogs 2026! Zwei inspirierende Tage voller Impulse und Diskussionen zur Zukunft der öffentlichen Beschaffung, Lizenzmanagement, Datenqualität, KI sowie rechtlichen und technischen Aspekten der Standardisierung liegen hinter uns. Der XSE-Dialog förderte den Austausch zwischen Bund, Ländern und Kommunen und bot wertvolle Einblicke in nationale und internationale Entwicklungen.

Wir blicken auf 2 inspirierende Tage zurück, die geprägt waren von spannenden Impulsen und wertvollen Gesprächen rund um die Zukunft der Beschaffung. Besonders bereichernd waren die Einblicke in Themen wie Lizenzmanagement, Datenqualität und KI, rechtliche und technische Dimensionen der Harmonisierung sowie die nationale und internationale Perspektive auf die Standardisierung. Impressionen der Veranstaltung finden Sie auf unserer Webseite.

Der offene Austausch und die konstruktiven Diskussionen – von der Bundes-, Länder- bis zur kommunalen Ebene, von rechtlichen Vorgaben bis zu technischen Innovationen – haben uns neue Perspektiven eröffnet und unsere Arbeit nachhaltig inspiriert. Kommunikation und Vernetzung sind die Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit – das hat der XSE-Dialog einmal mehr eindrucksvoll gezeigt.

Ein großes Dankeschön an alle Referent:innen, Teilnehmenden und das Organisationsteam! Wir freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam weiterzuentwickeln.

Neue Plattform für Austausch und Informationen: KoSIT ab sofort auf LinkedIn

Ab sofort sind die XStandards Einkauf und die Koordinierungsstelle für IT‑Standards (KoSIT) auf LinkedIn vertreten. Auf dem neuen Kanal werden regelmäßig aktuelle Entwicklungen, Projekte, Veranstaltungen sowie Impulse aus Verwaltung, Wirtschaft und Standardisierung geteilt. Ziel ist es, Informationen zur digitalen öffentlichen Beschaffung und interoperablen Verwaltungsprozessen schnell zugänglich zu machen und die Community zu vernetzen.

Die digitale öffentliche Beschaffung gewinnt zunehmend an Bedeutung – für Verwaltungen ebenso wie für Unternehmen. Gleichzeitig schreitet die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung voran. Die Community wächst stetig, und damit auch der Bedarf an aktuellen Informationen sowie Raum für Austausch.

Darum freuen wir uns sehr:

XStandards Einkauf und die Koordinierungsstelle für IT‑Standards (KoSIT) sind ab sofort auch auf LinkedIn vertreten!

Auf unserem neuen Kanal teilen wir regelmäßig:

  • Aktuelle Entwicklungen, Releases und Veröffentlichungen,
  • Projekte und Aktivitäten der KoSIT
  • Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Austauschformate
  • Impulse und Beiträge aus Verwaltung, Wirtschaft und Standardisierung

Der Kanal soll eine zusätzliche Möglichkeit bieten, Informationen schnell zugänglich zu machen und die Community miteinander zu vernetzen.

Folgen Sie unserem Kanal, um über Entwicklungen im Bereich digitale Beschaffung, Standards und interoperable Verwaltungsprozesse auf dem Laufenden zu bleiben – und bringen Sie sich gerne in die Diskussion ein.

Jetzt folgen 👉 https://www.linkedin.com/company/kosit-germany

Weitere englische Übersetzung der Peppol Authority veröffentlicht: „GEBA – German Electronic Business Address“

Die Peppol Authority hat eine neue englischsprachige Übersetzung des Dokuments zur „GEBA – German Electronic Business Address“ veröffentlicht.

Ab sofort ist eine neue englischsprachige Übersetzung des Dokuments „GEBA – German Electronic Business Address“ der Peppol Authority verfügbar. Diese Übersetzungen erleichtern internationalen Unternehmen den Zugang zu aktuellen Entwicklungen im elektronischen Geschäftsdatenaustausch.

GEBA – German Electronic Business Address

Das ins Englische übersetzte Dokument „GEBA – German Electronic Business Address“ beschreibt ein flexibles und präzises Adressierungssystem auf Basis der deutschen Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr). GEBA ermöglicht die eindeutige Adressierung auch für komplexe Unternehmensstrukturen und ist nun in der internationalen Codeliste ISO/IEC 6523 (ICD 0246) registriert. In Kürze wird GEBA auch in den entsprechenden Peppol-Codelisten geführt. Die Nutzung kann vorläufig parallel zu anderen Adressierungssystemen erfolgen. Damit unterstützt GEBA den sicheren und effizienten Austausch elektronischer Geschäftsdaten.

Die englischsprachige Übersetzung des Dokuments „GEBA – German Electronic Business Address“ steht wie gewohnt auf der Webseite zur Verfügung und bietet wertvolle Unterstützung im internationalen Kontext.

Neue englische Übersetzung der Peppol Authority veröffentlicht: „Zentralregulierung in Peppol“

Die Peppol Authority hat eine neue englischsprachige Übersetzung des Dokuments zur „Zentralregulierung in Peppol“ veröffentlicht.

Ab sofort ist eine neue englischsprachige Übersetzung des Dokuments „Zentralregulierung in Peppol“ der Peppol Authority verfügbar. Diese Übersetzungen erleichtern internationalen Unternehmen den Zugang zu aktuellen Entwicklungen im elektronischen Geschäftsdatenaustausch.

Zentralregulierung in Peppol

Das bereits bekannte und nun ins Englische übersetzte Dokument gibt Empfehlungen zur Umsetzung der speziellen Zentralregulierungs- Abläufe, bei dem Käufer und Lieferanten die Abrechnung und Zahlungen über einen Zentralregulierer abwickeln. Das Dokument erläutert die notwendigen Nachrichtenflüsse und beschreibt sowohl das Original- als auch das Kopie-Verfahren. Ziel ist es, technische Abstimmungen zwischen den Beteiligten so weit wie möglich zu vereinheitliche und damit zu reduzieren und die Integration in Peppol zu erleichtern.

Die englischsprachige Übersetzung des Dokuments „Zentralregulierung in Peppol“ steht wie gewohnt auf der Webseite zur Verfügung und bietet wertvolle Unterstützung im internationalen Kontext.

XRechnung 4.0 – was kommt auf uns zu?

Die Arbeiten an XRechnung 4.0 schreiten voran. Mit dem Release Mitte bis Ende 2026 steht eine umfassende Weiterentwicklung bevor – was kommt auf uns zu?

Die kommende Version XRechnung 4.0 stellt die deutsche Umsetzung der neuen EU-Norm 16931‑1:2026 dar und baut auf dem etablierten XRechnung-Standard auf. Dieser Standard wird seit seiner Einführung basierend auf dem Beschluss des IT-Planungsrats vom 22. Juni 2017 kontinuierlich durch die KoSIT weiterentwickelt und an die sich wandelnden Anforderungen angepasst.

Viele aktuelle Änderungen an der EN 16931‑1:2026 gehen auf konkrete Anforderungen der deutschen Verwaltung als auch der Wirtschaft ein, welche maßgeblich durch die KoSIT und die Mitarbeit der Gremienmitglieder von XStandards Einkauf erarbeitet und in die EU-Norm eingebracht wurden.

Überblick

Nachfolgend ein kurzer Auszug über einige wichtige Änderungen zur Kernrechnung und weiteren Themen:

  • Ein wesentlicher Aspekt des neuen Kernrechnungsmodells ist die Auflösung der strengen Beziehung „eine Bestellung – eine Lieferung – eine Rechnung“. Zukünftig können in einer Rechnung mehrere Bestellungen und Lieferungen zusammengefasst werden. Je nach Branche können diese neuen Funktionen tiefgreifende Auswirkungen auf die Erstellung und Verarbeitung von Rechnungen haben.
  • Das Datenmodell der elektronischen Rechnung wurde auch hinsichtlich der Anforderungen der B2B‑E‑Rechnungspflicht und der europäischen ViDA‑Initiative überarbeitet.
  • Der Umgang mit Erweiterungen wird grundlegend überarbeitet. Mit der neuen Methodologie werden Branchen in die Lage versetzt, ihre eigenen sektorspezifischen Erweiterungen zu entwickeln. Dazu wird es zukünftig die Veröffentlichung einer zentralen Komponenten-Bibliothek geben („Extension Component Library“). Die Verantwortung für diese sektorspezifischen Erweiterungen liegt bei den Branchen selbst.
  • Eine Möglichkeit, um mit spezifischen Anforderungen umzugehen, sind XML-Attachments. In der Extension XRechnung schon lange bewährt, sind diese nun zukünftig auch im Kernrechnungsmodell möglich. Diese eignen sich insbesondere dann, wenn Informationen in der Rechnungslogik selbst untergebracht werden müssen und für andere Anforderungen relevant sind, beispielsweise Reportingszenarien.

Vorabversion

Die EN 16931‑1:2026 wird voraussichtlich Mitte 2026 veröffentlicht. Zeitnah wird eine Vorabversion der Spezifikation XRechnung 4.0 verfügbar gemacht, die Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Diese Vorabversion ist noch nicht für den produktiven Einsatz vorgesehen. Vielmehr soll frühzeitig ein vollständiger Überblick über die neuen Funktionalitäten erreicht werden. Auch ist es so möglich, frühzeitig zu prüfen, wie mit Anforderungen umgegangen werden muss, die auch im neuen Kernrechnungsmodell nicht möglich sind.

CEN-Komponenten

Die Entwicklung der technischen Komponenten zur Unterstützung der Implementierung von XRechnung 4.0 ist von weiteren Vorarbeiten des CEN abhängig. Die Veröffentlichung der Syntaxbinding-Dokumente und der CEN-Validierungsartefakte steht noch aus. Sobald diese CEN-Komponenten verfügbar sind, kann die Erstellung des Bundles von XRechnung 4.0 erfolgen und zeitnah veröffentlicht werden.

Aussicht

Die Umstellung auf XRechnung 4.0 und die zugrunde liegende Überarbeitung der EN 16931‑1 bedeutet zweifellos einen erheblichen Aufwand für Verwaltung, Wirtschaft und Softwareanbietende. Die Vielzahl an Änderungen, neuen Datenfeldern und strukturellen Anpassungen wird in vielen Bereichen tief in bestehende Prozesse eingreifen. Gleichzeitig eröffnet genau dieser Wandel ein großes Potenzial: Besonders im B2B‑Umfeld und in einzelnen Branchen gibt es zahlreiche neue Möglichkeiten. Die kommende Zeit wird damit zwar anspruchsvoll, aber sie bietet die Chance, die elektronische Rechnungsstellung auf ein neues, zukunftsfähiges Niveau zu heben.

Um die Einführung der XRechnung 4.0 möglichst schnell und reibungslos zu gestalten, wird ein schrittweiser Übergang angestrebt, über den wir hier fortlaufend informieren.

Deutsche E-Procurement-Standards beeindrucken auf Hawaii – Publikation zur ganzheitlichen Datenstandardisierung veröffentlicht

Unsere wissenschaftliche Publikation zur Digitalisierung der öffentlichen Beschaffung stößt international auf Interesse: Auf Hawaii wurde der innovative Ansatz zur Datenstandardisierung vorgestellt. HoDS – die neue „Holistic Data Standardization“-Methodik verbindet bewährte Standardisierungs- mit modernen Architekturansätzen und fördert die interoperable Zusammenarbeit.

Die Digitalisierung der öffentlichen Beschaffung in Deutschland sorgt für internationale Aufmerksamkeit: Unsere wissenschaftliche Publikation „Connecting the Dots: Towards a Holistic Data Standardization Methodology in Public E-Procurement (HoDS)“ wurde auf der renommierten HICSS-Konferenz auf Hawaii präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Erprobung einer ganzheitlichen Methodik zur Datenstandardisierung im E-Procurement. Diese ist in Kooperation der KoSIT mit der Universität Koblenz entstanden. Beteiligt sind Cedric Pauken, Andreas Schmitz, Renzo Kottmann and Maria Wimmer.

Der Beitrag analysiert die Herausforderungen, die durch isolierte IT-Lösungen und fehlende Standards im öffentlichen Einkauf entstehen – etwa Dateninkonsistenzen und mangelnden Datenaustausch zwischen Organisationen und Systemen. Um diese Probleme zu lösen, wurde die Methodik HoDS (Holistic Data Standardization Methodology) entwickelt. Sie kombiniert den Europäischen Interoperabilitätsrahmen (EIF), das Framework für interoperable Service-Architekturentwicklung (FISAD), einen iterativen Anforderungsmanagementprozess sowie die semantische Datenmodellierung mit SeMoX.

HoDS deckt alle Ebenen der Interoperabilität ab – rechtlich, organisatorisch, semantisch und technisch – und ermöglicht eine flexible Anpassung an neue Anforderungen. Die Methode unterstützt sowohl technische Expert:innen als auch Fachleute ohne IT-Hintergrund, indem sie maschinenlesbare Datenmodelle mit verständlicher Dokumentation verbindet. Ein praktisches Beispiel ist XKatalog, ein nationaler E-Katalog-Standard, der den Datenaustausch in der öffentlichen Beschaffung effizienter und kostengünstiger macht.

Die Ergebnisse zeigen, dass HoDS robust und anpassungsfähig ist und die Zusammenarbeit verschiedener aktiver Personen fördert. Datenstandards werden so nicht isoliert entwickelt, sondern in bestehende Systeme und Prozesse integriert. Die Publikation betont, dass die Methodik bislang in einem Anwendungsfall erfolgreich erprobt wurde – weitere Forschung und Praxistests in anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung sind geplant, um die Potenziale der Datenstandardisierung noch umfassender zu erschließen.

Wir freuen uns über das internationale Interesse und sehen die Veröffentlichung als Bestätigung für die Innovationskraft der KoSIT im Bereich der Digitalisierung des öffentlichen Einkaufs.

XRechnung Bugfix Release Winter 2025/26

Das aktuelle Bugfix Release 2026-01-31 wurde mit einer neuen Version des Validators, den SeMoX Modellen für den Standard XRechnung sowie aktuellen Versionen der technischen Komponenten veröffentlicht.

Das Bugfix Release beinhaltet die Version 1.6.0 des Validators sowie erstmalig die SeMoX Modelle für CIUS und Extension XRechnung sowie die CIUS XRechnung CVD.

Das Bugfix Release beinhaltet darüber hinaus Verbesserungen und Korrekturen der technischen Komponenten. Diese dienen der korrekten Umsetzung normkonformer Rechnungen. Es gibt keine normativen Änderungen am Standard XRechnung. Die im Bundle XRechnung 3.0.2 in der Version 2026-01-31 veröffentlichten technischen Komponenten sind weiterhin kompatibel mit XRechnung 3.0.

Es sind folgende Änderungen enthalten:

Validator

Das Bundle enthält die Versionen 1.6.0 und 1.5.0 des Validators. Die Version 1.6.0 ist mit aktuellen Java Virtual Machines nutzbar. Mit der Version 1.6.0 wurde die Unterstützung von Java 8 eingestellt. Der Validator in der Version 1.5.0 ist mit Java 8 nutzbar.

Schematron

Die Schematron-Implementierung wurde von ISO Schematron zu SchXslt umgestellt.
Die Geschäftsregel PEPPOL-EN16931-R120 wurde in CII umgesetzt. Die Regel ist zunächst mit Fehlerlevel „Warning“ implementiert und wird in einem zukünftigen Release auf „Fatal“ verschärft werden.

Validator-Konfiguration XRechnung

Erstmalig sind die SeMoX-Modelle des Standards XRechnung im Bundle enthalten. Diese bilden die semantischen Datenmodelle der CIUS und Extension XRechnung sowie der CIUS XRechnung CVD strukturiert ab. Sie dienen als Basis zur Erzeugung der Spezifikationsdokumente und können als Datengrundlage für vielfältige weitere Anwendungsszenarien dienen.

Weitere Details zum Bugfix Release sind der Readme.md des Bundle sowie den Changelogs der jeweiligen technischen Komponenten zu entnehmen.

Link zum Bundle

Hinweis zur Implementierung von Bugfix Releases:
Aktuell besteht keine Implementierungspflicht für Bugfix Releases der XRechnung. Zeitnahe Updates werden jedoch empfohlen, da es sich um Anpassungen an den technischen Komponenten handelt, die der korrekten Umsetzung normkonformer Rechnungen dienen.